My Digital Lifestyle

TV-Headend als Backend, Plex als Frontend

Ich nutze schon seit einiger Zeit TV-Headend als Dienst, um im Heimnetz TV zu gucken. In Kombination mit einem Raspberry Pi und dem XBMC ist somit ein günstiger und leistungsfähiger DVB-Receiver schnell gebaut.

Nun bin ich über Plex als Medienserver gestolpert und konnte nicht die Finger von der Entwicklung eines eigenen Plugins lassen. Das Resultat ist ein Plex Channel, mit welchem es möglich ist, von überall und mit jedem Gerät auf den TV-Server zuzugreifen. Da jede Geräteklasse und Zugriffsart unterschiedlichen Suport der Medienwiedergabe mitbringt, wird das TV-Headend entsprechend den TV-Stream in ein kompatibles Format bringen.

Was wird benötigt

  • TV-Headend als GIT checkout auf einem entsprechend leistungsstarken Server.
  • Eine TV-Karte oder ein TV USB-Stick welcher im TV-Headend als Empfänger genutzt wird.
  • Der Plex Medienserver.
  • Mein TV-Headend Next Generation Plex Channel (https://github.com/realriot/tvheadend-ng.bundle).
  • Für den mobilen Abruf der TV-Signale empfehle ich die Plex App für iOS oder Android Geräte.

Hinweis: Beim Einsatz des Plex Home Theatres ist aufgrund der Software und bereitgestellten Codecs ein entsprechend hochwertiges natives Streaming der TV-Signale möglich. Bei dieser Lösung ist ein Transcoding des TV-Streams nicht notwendig.

Bugs, Änderungswünsche und Feature Requests können auf Github gestellt werden: https://github.com/realriot/tvheadend-ng.bundle/issues

Screenshots – Chrome Browser
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Screenshots – iOS Plex App
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Xbox Music – Die Microsoft Alternative

Auch Microsoft lässt es sich nicht nehmen, am Markt der Musik Streaming-Dienste mitzuspielen. Dafür wurde das bisher geschlossene Produkt “Xbox Music” für die Allgemeinheit geöffnet.

Bisher ist es allerdings nur möglich in kompatiblen Browsern Musik zu hören. Auch verzichtet Microsoft im ersten Release auf jegliche Schnörkel und Intelligenz bei der Musikauswahl. Standard Aktionen wie das Suchen von Interpreten, Alben oder Songs, sowie das Erstellen und Hinzufügen zu Playlisten sind möglich.

Der erste Blick in das Musikangebot war überraschend gut. Künstler wie “Die Toten Hosen“, “Die Ärzte” und “Rammstein” befinden sich im Repertoire. Die Ernüchterung folgte jedoch sogleich, da eine große Auswahl an Interpreten lediglich auf den hauseigenen Geräten, wie der XBOX oder einem Microsoft Smartphone, abspielbar sind.

Microsoft_Xbox_Music

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Apple iCloud Beta – Pages, Numbers und Keynote

Google Docs und Microsoft Office gibt es schon länger als Cloud-Version. Nun hat Apple nachgelegt und mit der Veröffentlichung von Pages, Numbers und Keynote einen ersten meiner Meinung nach soliden Wurf hingelegt. Der Funktionsumfang ist noch ziemlich beschränkt, die Mainstream-Funktionen jedoch vorhanden und durchaus produktiv nutzbar. Das Release befindet sich zur Zeit im Beta-Status und steht somit eingetragenen Apple Developern zur Verfügung.

apple_icloud_beta_pages_numbers_keynote

Das Apple Pendant zu Microsoft Word nennt nicht Pages.

apple_icoud_beta_pages

Mit Numbers bietete Apple eine Alternative zu Microsoft Excel.

apple_icloud_beta_numbers

Die Möglichkeit zur Erstellung von Präsentationen lässt sich über Keynote bewerkstelligen.

apple_icloud_beta_keynote

Apple gibt an, dass der Import und die Erstellung von Microsoft Office kompatiblen Dokumenten möglich ist. In meinen ersten Tests konnte diese Aussage vollkommen bestätigt werden. Der Import gestaltet sich genauso einfach wie der Export. Als empfohlene Browservariante gibt Apple den Safari Browser an. Laut den Release-Notes werden zusätzlich Google Chrome, Firefox und der Internet Explorer mit einem zusätzlich Plugin unterstützt. Zur Performance kann aktuell wenig gesagt werden, da sich das Beta-Release aktuell noch nicht auf dem hoch performanten CDN von Apple befinden.

Supported configurations
iWork for iCloud supports running on OS X 10.8 Mountain Lion or later, and on Windows 7 or 
later. On Mac, iWork for iCloud works with Safari 6.0.3 or later. On Windows, iWork for iCloud 
works with Chrome 27.0.1 or later and Internet Explorer 9.0.8 or later.
You can also use the following browsers, but some features of iWork for iCloud may not work as 
expected: Safari 5.0 - 6.0.2, Chrome 27.0.1 or later, and Firefox 9.0 or later on Mac; and Chrome 7.0 
- 26.0.1 and Firefox 9.0 or later on Windows.
Known Issues
• iWork for iCloud is currently available in U.S. English only.
• iWork for iCloud does not include accessibility features at this time.
• If you are outside the U.S., you may experience performance issues when creating and editing 
larger documents in iWork for iCloud.
• Internet Explorer does not support all playback animations in Keynote for iCloud.

Das Office-Paket von Apple kann zu einer guten Alternative zu den bestehenden Cloud-Lösungen von Google und Microsoft werden. Die erste Version sieht sehr vielversprechend und Apple typisch schick aus. Wer zumindest aktuell noch mit dem verminderten Funktionsumfang umgehen kann, findet hier eine gute ins Apple Ökosystem integrierte Lösung.

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Google Music All Access – Eine Spotify-Konkurrenz?

Seit dem 15.05.2013 bietet Google den Musikdienst “Google Music All Access” in den USA an. Auch in Deutschland ist das Streamingangebot mit einigen Tricks nutzbar. Doch kann Google mit der hauseigenen Lösung Spotify das Wasser reichen? Ich versuche einen kleinen Einblick in die musikalische Welt von Google zu geben.

Nach dem Aufruf der Google Music Startseite wird der Benutzer sofort mit der Google typischen Einfachheit der Dienste und Steuerung in Verbindung gebracht. Klare fünf Haupteinstiege stehen dem Musikenthusiasten zur Verfügung:

  • Jetzt anhören
  • Meine Bibliothek
  • Radio
  • Entdecken

Google_Music_All_Access_Hauptmenu

Jetzt anhören
Über die Suchleiste lässt sich einfach nach Interpreten, Titeln oder ganzen Alben suchen. Schon während des Tippens werden die ersten Ergebnisse zur Auswahl angeboten. Ein direkter Klick öffnet das Album oder spielt den Titel ab. Zusätzliche Informationen über den Interpreten und/oder das Album werten das Ergebnis auf. Wie man es bereits aus anderen Musikbibliotheken kennt, können Songs bewertet und zu eigenen Playlisten hinzugefügt werden. Auch gibt es eine Radio-Funktion, die auf Basis einer Auswahl entsprechend ähnliche Songs ermittelt und zur aktuellen Warteschlange hinzufügt.

Google_Music_All_Access_Suche

Meine Bibliothek
Die eigene Bibliothek hat an dieser Stelle nichts mit dem Dienst “All Access” zu tun. Hier befinden sich die eigenen Songs, die in die Google Music Cloud hochgeladen wurden. Durch dieses Musik-Portal bietet Google dem Benutzer eine einfache Schnittstelle, um auf eigene und gestreamte Inhalte zuzugreifen.

Radio
Von hier aus lassen sich “Radios” auf Interpreten-, Album-, oder Songbasis starten oder bereits erstellte Variationen erneut anhören.

Google_Music_All_Access_Radio

Entdecken
Wie der Name bereits erkennen lässt, soll der Hörer zum stöbern in neuer Musik verleitet werden. Dazu werden beliebte Playlists und Top-Titel angeboten. Die angebotene Musik basiert zum Teil auf dem eigenen Hörverhalten, zum Anderen auf Annahmen die Google auf Basis eigener Algorithmen trifft. So richtig gut klappt das bisher nocht nicht. Das Potential, welches in diesem Bereich steckt, ist Google bisher noch nicht angegangen.

Google_Music_All_Access_Entdecken

Google Labs
Wie man es von Google gewohnt ist, gibt es auch bei Google Music die Möglichkeit als Tester neue Funktionen auszubprobieren. Bisher ist dieser Bereich noch sehr übersichtlich, wobei einige nette Addons bereits vorhanden sind.

Google_Music_All_Access_Labs

Sonstiges
Standard und intelligente Playlists sowie eine Übersicht der gekauften Musik und ein Hauch von sozialem Touch runden den ersten Wurf von Google All Access ab. Es ist klar erkennbar, dass man sich im ersten Schritt für die Abbildung der Grundfunktionen entschieden hat. Großartige Innovationen oder Alleinstellungsmerkmale sind nicht erkennbar.

Es steht bereits eine sehr hohe Auswahl von Interpreten und Alben zur Verfügung. Erste Stichproben mit internationalen und nationalen Künstlern lassen jedoch viele Lücken und einiges an Auffüllbedarf erkennen. Künstler wie “Die Toten Hosen”, “Die Ärzte” oder “Rammstein” sucht man wie bei allen anderen Streaming-Anbietern vergebens.

Fazit
Google hat sich auf dem Markt der Streaminganbieter für Musik platziert, kann jedoch mit keinerlei Innovation oder großem Wurf glänzen. Alleinstellungsmerkmale fehlen und eine echte Spotify-Konkurrenz lässt sich aus diesem Angebot leider nicht ableiten. Lediglich der aktuelle Preis von $7,99 kann als direkte Kampfansage verstanden werden. Es bleibt zu hoffen, dass Google hier noch ordentlich nachbessert, Redaktionelle Inhalte und Empfehlungen nachpflegt, die Entwicklungsabteilung ein Innovations-Wunder vollbringt und der Vertrieb ein nahezu komplettes Label-Angebot für den Musikdienst gewinnen kann.

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Flickr… Und das Problem des Uploads

1 TB Speicher für Bilder und kurze Videos sowie ein neues Design… Damit möchte “das neue Flickr” glänzen. Persönlich finde ich die Umsetzung richtig gut gelungen. Ich konnte vorher dem alten und konservativen Flickr nichts abgewinnen. Aber ein Wermutstrofpen bleibt: Der Upload.

Weiterhin bietet Flickr dem Benutzer keine komfortable Möglichkeit, Massen von Bildern elegant, automatisiert und in einer vorgegebenen Struktur hoch zu laden. Eine massentaugliche Lösung mußte nun her… Also habe ich mir die Flickr API angeschaut und ein eigenes Perl-Script entwickelt. Dieses kann dazu genutzt werden, ganze Verzeichnisse zu Flickr zu schieben. Mehr Details zu meinem “pushFolderToFlickr.pl” Projekt gibt es bei GitHub, wo man das Script auch downloaden kann.

Hinweise:

  • Vor der ersten Benutzung muß mit dem Script “getFlickrAuthToken.pl” ein API-Key erzeugt werden.
  • Die von dem Script ausgegebenen Daten werden nun im Hauptscript eingetragen.

Syntax des Scripts:

./pushFolderToFlickr.pl <verzeichnis> -q

Der Parameter “-q” kann genutzt werden, um nur minimale Ausgaben zu erzeugen. Das ist besonders bei automatisierten Jobs sehr zu empfehlen.

Wie folgt könnte der Befehl für das Uploaden einer ganzen Reihe von Verzeichnissen aussehen:

find /home/user/Bilder/* -type d -exec ./pushFolderToFlickr.pl {} -q \; >upload.log 2>upload.log

Es werden alle Verzeichnisse unter “/home/user/Bilder/” hochgeladen, wobei die Ausgaben des Scripts in die Logdatei “upload.log” umgelenkt werden. Eventuell aufgetretene Fehler beim Upload können dort erkannt und nachgelesen werden.

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Asterisk mit UMTS-Stick Kopplung

Basierend auf dem Artikel FRITZ!Box als GSM-Gateway möchte ich meinen Asterisk-Server mit einem UMTS-Stick ausstatten. Auf die Installation und Grundkonfiguration von Asterisk möchte ich an dieser Stelle nicht eingehen. Für den Betrieb eines UMTS-Sticks, in meinem Fall von Huawei, wird das externe Asterisk Modul “chan_dongle” benötigt. Dieses Modul muss manuell auf Basis der Sourcen des installierten Asterisk-Servers gebaut werden.

Das folgende Howto bezieht sich auf meine Umgebungsparameter, die je nach Bedarf angepasst werden müsssen.

Installationspfad zu Asterisk: /opt/asterisk
Pfad zu den Asterisk-Sourcen: /opt/install/asterisk
Download von chan_dongle: http://code.google.com/p/asterisk-chan-dongle/downloads/list

Hinweis zu chan_dongle in Verbindung mit Asterisk 11:
Mit dem Trunk 1.1r14 gibt es einige Probleme beim Kompilieren mit den Sourcen von Asterisk 11. Jacub Stasiac hat ein modifiziertes Release zur Verfügung gestellt, bei welchem nötige Änderungen bereits eingeflossen sind. [DOWNLOAD]

Wie folgt lässt sich nach einem Checkout der chan_dongle Sourcen oder der gepatchten Version für Asterisk 11 das Modul bauen und installieren:

DESTDIR="/opt/asterisk/lib/asterisk/modules" ./configure --disable-manager --disable-apps --with-asterisk=/opt/install/asterisk/include
make
make install

Nach erfolter Installation fehlt noch eine valide dongle.conf im Asterisk-Konfigruationsverzeichnis (/opt/asterisk/etc/asterisk). Für die Grundkonfiguration wird die IMEI des UMTS-Sticks benötigt, welche an die entsprechender Stelle in der Konfigurationsdatei eingetragen werden muß. Damit ist gewährleistet, dass der UMTS-Stick eindeutig identifiziert und die Zugriffskanäle eingerichtet werden können. Selbstverständlich können weitere Modifikationen nach bestem Wissen an den Standeinstellungen vorgenommen werden.

Eine PIN-Überprüfung wird von chan_dongle noch nicht unterstützt. Daher muß vor dem Hinzufügen des UMTS-Sticks in das System die PIN auf der eingelegten SIM-Karte deaktiviert werden.

Sobald die dongle.conf und der UMTS-Stick dem Asterisk-Server zur Verfügung stehen, kann durch einen hook auf diesen

/opt/asterisk/sbin/asterisk -r

das Modul chan_dongle geladen werden

scrat*CLI> module load chan_dongle
Loaded chan_dongle
[Dec  11 18:03:20] NOTICE[30059]: chan_dongle.c:1559 reload_config: [dongle0] Loaded device

und die Verbindung zum UMTS-Stick überprüft werden.

scrat*CLI> dongle show devices
ID           Group State      RSSI Mode Submode Provider Name  Model      Firmware          IMEI             IMSI             Number        
dongle0      0     Free       12   0    0       Telekom.de     K3520      11.315.05.00.00   123456789012345  123456789012345  +49171234567 
scrat*CLI>

Mit dem Befehl “dongle show devices” werden alle an das Asterisk-System gekoppelten UMTS-Sticks mit entsprechenden Hardware- und SIM-Informationen angezeigt.

Die Grundkonfiguration ist damit beendet. Ein erster Test könnte zu diesem Zeitpunkt das Versenden einer SMS sein.

dongle sms dongle0 0171123456789 Hello World

Damit eingehende Anrufe und SMS erfolgreich vom Asterisk-Server verarbeitet werden können, müssen die in der Konfigurationsdatei dongle.conf angegebenen Parameter in der extensions.conf umgesetzt werden. Unter der Annahme dass in der dongle.conf als context “umtsstick” angegeben wurde, kann der Eintrag wie folgt aussehen:

[umtsstick]
exten => sms,1,Set(MESSAGE=${BASE64_DECODE(${SMS_BASE64})})
exten => sms,n,NoOp(Folgende SMS wurde empfangen: ${MESSAGE})
exten => sms,n,Hangup()
exten => +49171123456789,1,NoOp(Eingehender Anruf auf Extension ${EXTEN} von Rufnummer ${CALLERID(num)}.)
exten => +49171123456789,n,Playback(hello-world)
exten => +49171123456789,n,Hangup()

Asterisk bietet jetzt eine Vielzahl von Möglichkeiten eingehende/abgehende Anrufe und SMS zu verarbeiten. Generell gelten die Asterisk üblichen Funktionen im Zusammenspiel mit denen von chan_dongle bereitgestellten. Eine gute Übersicht über die möglichen Befehle und Modulfunktionen befindet sich im chan_dongle Wiki.

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Die FRITZ!Box als GSM-Gateway

Seitdem es die Möglichkeit gibt UMTS-Sticks an die FRITZ!Box anzuschliessen um darüber Telefonate zu führen oder eine Backup-Datenverbindung aufzubauen, habe ich einige Zeit in das Thema gesteckt und für mich wesentlich ausgebaut.

Über die FRITZ!Box mit angeschlossenem UMTS-Stick realisiere ich kostenlose Gespräche in das Mobilfunknetz meiner Wahl. Auf die SIM-Karte, die sich im UMTS-Stick befindet, habe ich eine Community-Flat gebucht (endlich habe ich mal eine sinnvolle Verwendung der Community-Flats gefunden) und entsprechende Wahlregeln auf der Box hinterlegt. Die Wahlregeln werden manuell angelegt und auf die Mobilfunkrufnummern konfiguriert, die sich kostenlos über die Community-Flat anwählen lassen.

Über diesen Weg kann ich nun die ganze Familie, die sich beim gleichen Mobilfunkanbieter befindet, zum Pauschaltarif erreichen. Wenn man bedenkt, dass eine Community-Flat bei den meisten Anbietern um die 3 EUR pro Monat kostet, ist das eine kostengünstige Lösung um Famlie und eventuell Freunde mobil zu erreichen. Besonder wenn man nicht die Möglichkeit hat, Call-By-Call Anbieter zu nutzen. Die Möglichkeit einer kostenlosen Rufumleitung eingehender Anrufe dürfte auch für viele Leser ein Mehrwert sein.

Zusätzlich kann in der Administrationsoberfläche ein Datenbackup der DSL-Verbindung konfiguriert werden. Sobald DSL mal nicht verfügbar sein sollte, kann ein automatischer Fallback auf die Mobilfunkverbindung stattfinden. Sollte DSL wieder den Status der “Verfügbarkeit” erreichen und 30 Minuten stabil laufen, wird die Fallback-Lösung deaktiviert und auf die Standardverbindung der Box, in meinem Fall DSL, geschwenkt.

Von AVM wurden somit grundlegende Bestandteile zur Mobilfunkkopplung auf der FRITZ!Box realisiert. Selbstverständlich besteht immer Verbesserungsbedarf, aber hier bin guter Hoffnung dass AVM nochmals eine Schippe nachlegen wird.

Ich möchte im Folgenden kurz zeigen, wie einfach die oben beschriebene Lösung in der Umsetzung ist:

  • Kaufen/Ersteigern eines unterstützten UMTS-Sticks.
  • Der UMTS-Stick sollte mit einer aktuelle Firmware versehen werden.
  • Wichtig ist die Freischaltung der Voicefunktion. Überprüft und nachträglich erledigt werden kann dieses für 4 EUR über “DC-Unlocker”.
  • Jetzt kann der Stick mit einer ausgewählten SIM-Karte versehen und in die FRITZ!Box gesteckt werden.
  • Nach einer kurzen Initialisierungszeit erscheint im Untermenü “Internet” der Bereich “Mobilfunk”.
  • In den Mobilfunk-Einstellungen kann der Datenfallback auf den UMTS-Stick konfiguriert werden. Dazu müssen lediglich die APN-Zugangsdaten des Mobilfunkanbieters angegeben werden. Die FRITZ!Box kennt jedoch schon eine große Auswahl an Anbietern. Desweiteren wird hier die Telefonieoption aktiviert und konfiguriert. Die anzugebene Rufnummer und der Name haben lediglich Einfluß auf das weitere Handling des Sticks auf der FRITZ!Box (z.B. Wahlregeln).
  • Nach erfolgter Konfiguration befinden sich die Telefonieangaben unter “Eigene Rufnummern” im Telefonie-Menü. Über die Kurzwahl *13# kann das Wählen über den UMTS-Stick forciert werden. Es empfiehlt sich jedoch die Anlage von Wahlregeln, um eine gewissen Automatik zu haben und dem “Vergessen” entgegenzuwirken.
  • Hinweis: Wird eine Prepaid-Karte im UMTS-Stick genutzt sollte die Rufnummer zur Guthabenabfrage als Wahlregel hinterlegt werden.

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Cloudstorage – Europa im Entwicklungsstadium

Ich habe mich in den letzten Wochen sehr intensiv mit dem Thema Cloudstorage auseinandergesetzt. Dabei ist mir ganz klar aufgefallen, dass Deutschland wie immer ein technisches Entwicklungsland ist. Wirkliche Cloudansätze findet man hier hierzulande keine. Abgesehen von Strato HiDrive fällt mir auch kein großer Player ein. Und dabei setzt dieses Produkt nicht ansatzweise den Cloudgedanken um sondern fokussiert das Angebot als Storage-as-a-Service. Aber nicht nur Deutschland ist hier ins Hintertreffen geraten. Erweitert man sein Blickfeld auf den europäischen Markt entdeckt man fast ausschließlich Ödland. Das fast bezieht sich hierbei auf einen Storage-Anbieter in England mit Namen Livedrive. Die Ideen des Anbieters sind sehr durchdacht und verfolgen den idealistischen Cloudgedanken. Auch der Preis kann sich sehen lassen. Der sehr große Wermutstropfen ist jedoch die störungsanfällige Umsetzung und der nahezu nicht vorhandene Email/Ticketsupport.

Schaut man nun weiter über den Tellerrand hinweg in Richtung USA, wird man überschwemmt von Anbietern die Cloudstorage, Cloudbackup und Storage-as-a-Service anbieten. Und das zu sagenhaft günstigen Preisen. Oftmals wird mit keiner maximalen größe geworben, sondern unlimited gibt hier den Ton an. Für umgerechnet ca. 10 EUR im Monat bekommt der Kunde ein Premium-Produkt bei dem er unbegrenzt Daten in der Wolke speichern kann. Zusätzlich dazu bieten nahezu alle Anbieter Synchronisierungs-Programme à la Dropbox, Wuala oder SugarSync an. Auch Apps für Smartphones sind im Programm um möglichst überall und direkt auf die in der Wolke gelagerten Daten zugreifen zu können.

Warum also ist der Makt in Europa noch nicht so weit?
Für die Deutschen vermute ich, dass hier die Datenschutz- und Sicherheitsbedenken eine große Rolle spielen. Schaut man sich die Terms Of Use der einzelnen Anbieter genauer an, macht eigentlich niemand eine Aussage über die Verfügbarkeit, Haftung, verschlüsselte Speicherung und lokale gesetzliche Auflagen (wie z.B. der Patriot Act). Sorgt man also selbst für die Sicherheit und hat besonders beim Anbieter ein Auge auf die Firma die dahinter steht kann eigentlich nicht viel passieren. Gesunder Menschenverstand und ein wenig Risikobereitschaft sind hier aber zwingend notwendig.

Was muß also passieren, damit wir in Deutschland auch in den Genuss von gutem ausreichenden Cloudstorage kommen können?
Durch einige persönliche Gespräche mit amerikanischen Anbietern und deren technischen Ingenieuren ist mir besonders ein Punkt ins Auge gefallen: Die Verfügbarkeit und die Storagetechnik. Das sind maßgebliche Faktoren, die den letztendlichen Produktpreis bestimmen.

Keiner der Anbieter möchte, wie in Deutschland, eine Verfügbarkeit von 96% oder bis hin zu 99% übernehmen. Wenn man durch die eigene Technik gut 80% erreicht ist das doch super, lautet der O-Ton: “Kunden kommen gut damit klar, wenn wir mal einen Tag im Monat Wartungsarbeiten durchführen“.

Gespeichert werden die Daten der Kunden nicht auf Hochverfügbarkeitssystemen oder technischen Lösungen die gerade dem aktuellen Standard entsprechen, sondern auf Hardware die besonders günstig eingekauft werden konnte, z.B. aus Veräußerungen durch Firmenauflösungen oder Ähnlichem. Auch müssen die Festplatten bzw. Storageeinheiten nicht besonders groß sein; die Masse macht’s! Fällt eine Festplatte aus, wird eine neue eingeschoben. Fällt ein Server aus, wird er ersetzt und nicht repariert. Eine Datensicherung wird bei diesem System durch eine 2-3 fache Spiegelung erreicht. Technische Produktfeatures, wie z.B. die Deduplikation von Dateien und Datenchunks (keine erneute Speicherung von Daten, die bereits auf dem Storage-System existieren), werden durch Eigenprogrammierungen oder Opensourcelösungen umgesetzt.

Auf dieser Dienstetechnik realisiert ein amerikansicher Serviceprovider für einen Weltkonzern den lokalen Storage für Datenhaltung und Sicherung. Falls man jetzt denkt, dass hierbei viele Ausfallzeiten in Kauf zu nehmen sind, irrt sich. Über 99% Verfügbarkeit konnte in den letzten Jahren durch dieses System gewährleistet und dabei bis zu 60% der Kosten für sog. Metro/Hochverfügbarkeitssysteme eingespart werden.

Für uns Deutsche bzw. Europäer bleibt eigentlich nur abzuwarten, wann die günstigen Storage-Anbieter auch hier auftauchen und den Markt ordentlich durcheinanderwirbeln.

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Office 365 – Automatisches Ablaufen des Passworts deaktivieren

Um Office 365 das automatische Ablaufen der Userpasswörter abzugewöhnen sind nur wenige Schritte notwendig.

Vorbereiten der Windows PowerShell

  • Installation der Office 365 cmdlets.
  • Starten der PowerShell.
  • PowerShell Kommando:
    import-module MSOnline
  • Eingabe der Administrator Logindaten.
    $LiveCred = Get-Credential
  • Erneute Eingabe der Login-Daten.
    Connect-MSOLService -Credential $cred
  • Mit folgendem Kommando wird für alle Benutzer das automatische Ablaufen deaktiviert.
    Get-MSOLUser  | Set-MSOLUser –PasswordNeverExpires $true

Mit dem alleinigen Befehl

Get-MSOLUser

kann eine Liste von eingerichteten Usern im Portal eingesehen werden.

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OLS-CS – Unendlich viel Online Storage in der Cloud

Wir befinden uns inmitten eines Cloud-War. Anbieter die Online-Storage oder sog. Cloud-Speicher anbieten schießen wie Pilze aus dem Boden. Auf der Suche nach einem Dienstleister mit günstigen Konditionen, umfangreichem Protokollangebot, was die Möglichkeiten des Syncs angeht, einer intuitiven Steuerung und der Möglichkeit mobil auf die Daten zuzugreifen bin ich auf den Cloud-Anbieter OLS-CS gestoßen. Auf der Webseite onlinestoragesolution.com wirbt dieser für unendlich viel Online-Storage zu fairen Preisen und sicherem Datacenter. Angeboten werden hierbei 1, 12 und 24 Monate Abos. Die günstigste Variante ist dabei das 2 Jahres-Abo, welches mit $48 zu Buche schlägt. Dabei kann man zu jeder Zeit die “Anytime Money Back Guarantee” in Anspruch nehmen.

Die Anmeldung
Schnell und unkompliziert wird die Anmeldung über eine direkte Bezahlung über Paypal durchgeführt. Alternative Bezahlmethoden stehen nicht zur Verfügung. Sobald der Zahlvorgang abgeschlossen wurde, werden die Zugangsdaten automatisch an die bei Paypal hinterlegte Email-Adresse geschickt.

Das Dashboard
Durch ein Login über die Hauptseite oder die in der Bestätigungsmail mitgeteilte URL gelangt man in das Dashboard (Kontrollzentrum). Von hier aus kann der Dateimanager gestartet oder weitere User eingerichtet werden. Desweiteren steht hier umfangreiches Hilfematerial zur Anbindung des Online-Storage über verschiedenste Protokolle zur Verfügung.

Das OLS-CS Kontrollzentrum

Der Dateimanager
Als Web-Verwaltungsschnittstelle hat OLS-CS sich für den AjaXplorer entschieden. Dem Benutzer steht somit ein komfortables Werkzeug zur Verfügung, mit welchem alle wichtigen Operationen durchgeführt werden können: Dateien/Verzeichnisse erstellen, ändern und löschen, Berechtigungen verwalten, Dateien/Verzeichnisse packen/entpacken, Links für öffentliche Freigaben erzeugen und vieles mehr…

Der AjaXplorer als komfortables Werkzeug

Mobiler Zugriff
Auf den Cloud-Storage kann über die Mobile App AjaXplorer zugegriffen werden. Dazu muss lediglich die URL des Login-Servers, der Username und das Passwort in den Einstellungen hinterlegt werden. Die Anwendung greift auf die Schnittstelle des Dateimanagers (AjaXplorer) zu. Der Preis für die mobile Anwendung schwankt zwischen 79 Cent und 2,99 EUR. Die App steht im Android Market bzw. Apple AppStore bereit.

AjaXplorer Mobile - Das Hauptmenü

AjaXplorer Mobile - Die Verzeichnisstruktur

AjaXplorer Mobile - Medienanzeige

Zugriffs- und Syncmöglichkeiten
Wie bereits erwähnt, bietet OLS-CS dem Benutzer sehr viele Protokolle an, über die die Daten mit der Cloud ausgetauscht werden können. Angefangen von Netzlaufwerken (CIFS, SAMBA) über Webdav und FTP bis hin zu SSH-Tunnel und Rsync ist alles dabei. Es besteht die Möglichkeit zusätzliche User anzulegen und diesen dann bestimmte Protokollrechte einzuräumen. Somit muss das Passwort des Administrator-Zugangs niemals auf einem Server oder Client-PC hinterlegt werden.

Speedlimit
Die Vermutung liegt nahe, dass der Cloud-Anbieter OLS-CS die Bandbreite zu den Servern limitiert. Auf der Webseite wird jedoch damit geworben, dass keinerlei Limitierungen der Bandbreite (weder auf Server noch auf Protokollbasis) existieren. Laut einem Traceroute befindet sich das Rechenzentrum in Dallas bei Level3. Tests an verschiedenen Tagen zu unterschiedlichen Zeiten zeigen, dass maximal ca. 1,5 MB/s über meinen Anbieter möglich sind. Das mag nun an der Verbindung in die USA liegen, oder an der hohen Daten-Befeuerung des Storage-Servers. Für die Auslastung eines normalen DSL-Anschlusses reicht die Upload-Geschwindigkeit allemal. Beim Download (eventuell für das Streamen von HD Videos) reicht die verfügbare Bandbreite nicht aus.

Fazit
Bei dem Preis und Funktionsumfang und dem Versprechen einer “Anytime Money Back Guarantee” lohnt ein Blick oder sogar ein Test des Dienst auf jeden Fall. Wie bei jedem Cloud-Anbieter sollten persönliche Daten immer mit Bedacht hochgeladen und online genutzt werden. Zusätzliche, auf dem Client basierende, Verschlüsselung ist immer anzuraten.

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